Ann Richter


Bild und Text

Kunst und Design
Aktuelle Kurse

  • Alternative Past & Futures
    Gestalterische Projektarbeit
    Kurs Nr.: ID.BA.KP.03
    Semester: WS 2021/22

    Die späten 1960er und 1970er Jahre waren geprägt von neuen Lebensformen und sozialen Revolutionen. Dem Experiment wurde Raum gegeben, das Bewusstsein sollte erweitert oder gewandelt werden. Es wurden neue Medien, Materialien und Werkzeuge erforscht. Man lebte in alternativen Gemeinschaften und testete neue Formen des Zusammenlebens und -arbeitens aus, beispielsweise im Woman House des California Institute of the Arts. Bestehende Hierarchien sollten aufgebrochen werden und Konventionen in Frage gestellt werden. Viele Künstler*innen, Architekt*innen und Designer*innen suchten individuell oder im Kollektiv nach einer neuen Utopie – technologisch, ökologisch oder politisch. Ein Beispiel dafür ist der Whole Earth Catalogue, in welchem Stewart Brand einen „Access to Tools“ für die amerikanische Gegenkultur kompilierte. Die vorgestellten „Werkzeuge“ reichten von Büchern über ökologische Landwirtschaft und die Aufzucht von Ziegen bis hin zu den ersten Synthesizern und Computern. Der Whole Earth Catalog war eine Art Google-Vorgänger mit enzyklopädischem Anspruch und Netzwerkcharakter. Spiritualität trifft auf Technologie. Im ebenfalls in den 1970ern erschienen Design for the Real World, beurteilt der sozial engagierte Designer Viktor Papanek die Entwürfe seiner Studierenden danach, ob sie seinem „KISS-Prinzip“ („Keep it Simple, Stupid“) und der Leitlinie „Form follows User“ entsprechen. Dieser Workshop untersucht die radikalen und utopischen Ideen der 1960er/70er Jahre, und damit die Fragestellung, wie Design dazu beitragen kann, das Bewusstsein zu verändern oder zu erweitern. Fremde Welten, und alternative Zukünfte deren Fragestellungen im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Gleichberechtigung heute noch Bestand haben, sollen erforscht und weitergesponnen werden. Vergangene Design-Utopien sollen „resampled“, „upcycled“ und erweitert werden. Der Fokus liegt dabei auf dem typografischen Experiment: psychedelische Schriften, typo-politische Plakate, utopische Layouts und alternative Glyphen etc.. Die Aufgaben werden individuell und kollaborativ bearbeitet, Teamfähigkeit ist gefordert. Am Ende der vier Wochen soll ein gemeinschaftlich produziertes Magazin entstehen.

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