Gabriela Jolowicz


Hochdruck

Kunst und Design
Aktuelle Kurse

  • Austellung To Go
    Werkstatt
    Kurs Nr.: FK.D.IF
    Semester: SS 2021

    Dieses Semester wollen wir grosse Formate im Holz- und Linolschnitt umsetzen, die gleich mehrere Funktionen erfuellen: Die Drucke sind eigenstaendige Kunstwerke, plakatiert im oeffentlichen Raum Werbung in eigener Sache und, alle Kursergebnisse in einer Zeitung gesammelt, Ausstellungskatalog. Erster Termin zur Vorbesprechung wird bei Semesterbeginn bekannt gegeben. Voranmeldung bitte bis zum 1.4.2021 bei Gabriela Jolowicz gjolowicz@hfk-bremen.de und durch ARTIST. Teilnehmer*innen: fuer Studierende aus dem Studiengang Freie Kunst (DM- und ID-Studierende koennen den Kurs nur auf Anfrage belegen) Bei Praesenzlehre Donnerstag und Freitag im 2-Wochen Takt. Sonst online meetings am Freitagvormittag. Einzelgespaeche nach Absprache. Sprache: englisch + deutsch
  • Originalgrafische Alltagsreportage
    Gestalterische Projektarbeit
    Kurs Nr.: ID.BA.IP.09
    Semester: WS 2021/22

    Für eine lange Zeit war die wichtigste Eigenschaft des Holzschnitts seine Reproduzierbarkeit. Ein Mittel, um Ideen zu verbreiten. Mit seiner Hilfe konnten Bilder von Heiligen in Umlauf gebracht werden, aber auch Ratschläge, wie man sich am besten gegen die Pest schützt. Neben den zentralen Themen der Holzschnitte, überliefern all diese frühen Drucke Informationen zu Kleidung, Möbeln, Ständeordnung, Viehzucht, Werkzeugen, Medizin, Aberglauben und vielem mehr. Sie sind Zeugnisse ihrer Zeit. Um an diese Tradition des Überlieferns anzuknüpfen, möchte ich dieses Semester die Studierenden bitten, diese Technik ähnlich wie einen Fotoapparat zu behandeln. Als AlltagsarchäologInnen sucht ihr nach Gebrauchsgegenständen, Ansammlungen von Kleidern, Büchern, Kleinigkeiten in euren Wohnungen und bildet diese ab, indem ihr sie in Holz schneidet. Sollten eure Drucke den Sprung ins 23.Jahrhundert schaffen, was würden die Menschen durch sie über euch erfahren? Mehr als bei den meisten zweidimensionalen Techniken, ist die künstlerische Herausforderung beim Holzschnitt das Erschaffen eines Raumes. Gegenstände im Bildvordergrund müssen bereits bei den ersten Messerschnitten mitbedacht werden, denn nachträglich kann dem einfarbigen Holzschnitt nichts hinzugefügt werden. Statt einer Hürde, ist es vielmehr eine Stütze beim Bildermachen. Man beginnt über ein Bild nachzudenken, bevor es zu existieren beginnt. Am Ende des Kurses hat jede/r Studierende eine eigene originalgrafische Serie gedruckt. Darüber hinaus arbeiten wir auf eine kleine Publikation hin, in der alle Arbeiten erfasst sind. Diese Sammlung sollte eine spannende Dokumentation eures Alltags 2021/22 ergeben! Erstes obligatorisches Treffen findet am 21.10.2021 um 10h statt. Bitte bringt Zeichnungen, Skizzenbücher u.Ä. mit.
  • Brachiale Bilderbücher
    Gestalterische Projektarbeit
    Kurs Nr.: ID.BA.KP.05
    Semester: SS 2022

    Ganz abgesehen von seiner historischen Relevanz als erste Reproduktionstechnik und somit als frühstes Massenmedium, ist der Holzschnitt ein künstlerisches Ausdrucksmittel. Das Reinschneiden mit Werkzeugen in die gemaserte Holzfläche ist weit entfernt von dem Schwingen eines Pinsels oder dem Ziehen einer Gänsefeder auf Papier. Trotzdem versuchten die ersten Holzschneider ihr Möglichstes Feder- und Pinselzeichnungen nachzuahmen, während sie ins Holz schnitten. Erst die Werke moderner Künstler wie Ernst Ludwig Kirchner oder Edvard Munch spiegeln das typisch Brachiale des Holzschneidens wider. In diesem einmonatigen Kurzprojekt lernen wir unterschiedliche Möglichkeiten des Holzschnitts kennen. Neben einfarbigen, machen wir auch Drucke von mehreren Platten und arbeiten mit Verlorener Form. Wir sammeln die Arbeiten in experimentellen Bilderbüchern und gestalten Umschläge. Zusätzlich druckt ihr eure Holzblöcke auf Einzelblätter, die ihr ausstellen könnt.
  • PRINT EXCHANGE MIT TORONTO
    Gestalterische Projektarbeit
    Kurs Nr.: ID.BA.KP.02
    Semester: WS 2022/23

    Dieses Semester arbeiten wir mit dem Kurs Print Media 1 von Professorin Naz Rahbar des Visual Studies Departments der Universität Toronto zusammen. Ihr Kurs ist Teil des Honours Bachelor of Arts Programms, das gemeinsam von der Universität Toronto und dem Sheridan College getragen wird. Praktisch lernen wir die unterschiedlichen Möglichkeiten des Holzschnitts und Linolschnitts kennen. Neben einfarbigen, machen wir auch Drucke von mehreren Platten und arbeiten mit Verlorener Form. Im Fokus unseres Kurses steht auch das kunsthistorische Einordnen des Holzschnitts als erste Reproduktionstechnik bis zu seiner Entwicklung als eigenständige künstlerische Ausdrucksform. Inhaltlich arbeiten wir zusammen mit unserem kanadischen Counterpart an einem gemeinsamen Thema. Da Hochdruck eine Reproduktionstechnik ist, können wir von jeder entstandenen Druckplatte mehrere Abzüge machen. Dies erlaubt uns am Ende des Kurses eine komplette Sammlung aller entstandenen Bilder nach Toronto zu schicken. Gleichzeitig bekommen wir die Arbeiten aus Toronto, so dass die Ergebnisse aus beiden Kursen gleichzeitig in Toronto und in Bremen ausgestellt werden können. Voranmeldungen über Artist! Anfänger und Fortgeschrittene sind willkommen!

Vita

In den Holzschnitten von Gabriela Jolowicz spiegelt sich ihre unmittelbare Umwelt wider. "Ähnliche Motive werden täglich sicher millionenfach mit dem Fotohandy dokumentiert und im Internet verbreitet. Gabriela Jolowicz hält diese flüchtigen Szenen aus dem modernen Alltagsleben nun aber erstaunlicherweise in einem der ältesten und traditionsreichsten Bildmedien überhaupt fest: im Holzschnitt. Motive und Beschränkung auf das reine Schwarzweiß erinnern (...) an populäre zeitgenössische Medien wie etwa Comic oder Graphic Novel." (Herbert Eichhorn, 16. März 2012, Bild des Monats, Spendhaus Reutlingen)

  • 1998 Abitur am Gymnasium Salzgitter-Bad
  • 1999 Gaststudentin an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
  • 2000 Studium an der Fachhochschule für Gestaltung Hildesheim
  • 2002 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Klasse für Illustration von Professor Volker Pfüller und Professor Thomas M. Müller
  • 2007 Diplom an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
  • 2007–10 Meisterschülerin bei Professor Thomas M. Müller, HGB Leipzig

Mehr zu Gabriela Jolowicz hier.

Auszeichnungen

  • 2016 International Artist in Residence Award, Black Church Print Studio, Dublin (IRL)
  • 2014 Lobende Erwähnung, XVII. Deutsche Internationale Grafik-Triennale Frechen
  • 2012 Erster Platz, Internationaler Kunstpreis "Holzschnitt Heute" der Stiftung für Kunst, Kultur und Bildung der Kreissparkasse Ludwigsburg
  • 2007– 09 Stipendium der Hartmut-und-Lore-Schuler-Stiftung

Lehrtätigkeit

  • 2019 Lehrauftrag für Projekt Hochdruck, Hochschule für Kunst, Bremen
  • seit 2016 Vertretung der Professur künstl. Werkstätten: Lehrauftrag Siebdruck/Radierung, HGB Leipzig
  • 2015 Large Scale Woodcut Workshop, SNAP, Edmonton (CA)
  • 2014 Illustrations-Workshop, Wildflowers, Turin (I)
  • 2009 –10 Kurs für Zeichnung/Illustration, Abendakademie der HGB Leipzig

Einzelausstellungen

  • 2019 Sentimental Value, Odd Gallery, Klondike Institute for Art and Culture, Dawson City (CA)
  • 2019 Old News, Galerie Huebner + Huebner, Frankfurt am Main
  • 2018 Bodybuilding, Berlin, Galeria M, Wrocław (PL)
  • 2017 Off Licence, Galerie Hübner + Hübner, Frankfurt am Main
  • 2017 Church Playground, Martha Street Studio Gallery, Winnipeg (CA)
  • 2017 Church Playground, Open Studio Gallery, Toronto (CA)
  • 2015 Present Density, Artist Proof Gallery, Alberta Printmakers, Calgary (CA)
  • 2015 Disorganiser, Thaler Originalgrafik, Leipzig
  • 2015 Present Density, Main Gallery, Society of Northern Alberta Print-Artists, Edmonton, AB (CA)
  • 2015 temporary #2: Gabriela Jolowicz, Emmanuel Post contemporary art, Berlin
  • 2014 Wildflowers 2014, Turin (I)
  • 2013 Wildflowers, Atelier Giorgi, Turin (I)
  • 2012 The Monkey on My Back, Galerie Emmanuel Post, Berlin
  • 2010 Now Playing, Galerie Hafenrand, Hamburg
  • 2010 Now Playing, Galerie Emmanuel Post, Leipzig
  • 2008 Megabillig, Fifi, Leipzig

Werke in öffentlichen Sammlungen

  • Städtisches Kunstmuseum, Spendhaus Reutlingen
  • Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
  • Kunststiftung Kreissparkasse Ludwigsburg
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