Prof. Han Tol

Han Tol ist Professor für Blockflöte an der Hochschule für Künste Bremen
© A. Renska, Den Haag

Professur für Blockflöte

Musik
Aktuelle Kurse

  • Consort (Blockflöte)
    Gruppenunterricht
    Kurs Nr.: M3-R72.C
    Semester: SS 2021
  • Consort (Blockflöte)
    Gruppenunterricht
    Kurs Nr.: M3-R72.C
    Semester: WS 2021/22
  • Projektwoche Alte Musik: "Rhetorik und Klangrede in der Alten Musik”
    Projekt
    Kurs Nr.: M3-R89A
    Semester: WS 2021/22

    Die Neubelebung der klassischen Rhetorik am Anfang der Renaissance, und ihre Umsetzung in die Praxis der Musik, ist prägend für die Entwicklung unseres Fachgebiets zwischen 1350-1950. Während mehrerer Vorträge, Workshops und Konzerte wird vom 11.-14.01.2022 intensiv eingegangen auf die Verknüpfung von Sprache, Poesie und Musik in der Geschichte. Neue Kenntnisse auf theoretischem Gebiet kommen in Referaten zur Sprache, die Umsetzung in die Praxis findet während Workshops mit unseren Student:innen statt sowie in einem Abschlusskonzert der Teilnehmer.:innen. Das Dozent:innen-Team wird aus führenden Spezialist:innen aus der HfK, sowie von Gästen von Außerhalb formiert. Es ist ein eminent wichtiges Thema, das in Bremen bis jetzt kaum ins Auge gefasst wurde.

Vita

Han Tol ist seit 1994 Professor für Blockflöte an der Hochschule für Künste Bremen. Neben Gastprofessuren an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel (2018–2021) und Jacob's School of Music (Indiana University, Bloomington, USA), gab Tol Meisterkurse an den Hochschulen von Wien, Salzburg, Frankfurt, Freiburg, Vicenza, Sankt Petersburg, Baltimore, Seoul, Hong Kong und anderen. Er hat an mehr als einhundert Sommerakademien unterrichtet.

Han Tols Konzertleben ist vielseitig. Mit seinen Ensembles „La Dada" und „La Fontegara Amsterdam" hat er 20 Jahre weltweit konzertiert. 1999–2007 war er Mitglied des „Flanders Recorder Quartet", womit er zahllose Konzertreisen nach Japan, Taiwan, Südafrika, Mexiko, Amerika, Russland und Israel unternahm. Mit dem „Balthasar-Neumann-Ensemble" ist er nicht nur als Clown in Erinnerung geblieben, sondern auch als musikalischer Leiter in einem Projekt mit unveröffentlichten Kantaten und Instrumentalwerken von G. Ph. Telemann. Mit vier ehemaligen Studentinnen, die unter dem Namen „Boreas Quartett Bremen" auftreten, hat er die fünfstimmigen Werke vom englischen Renaissance-Komponisten Christopher Tye aufgenommen und dieses Repertoire weltweit aufgeführt. Diese bei CPO erschienene CD ist eine von insgesamt 45 Aufnahmen, die bei Teldec, Hyperion, Harmonia Mundi, EMI, OPUS 111, Aeolus und Globe mit ihm erschienen sind.

Mit dem sagenhaften Lautenisten Nigel North, entwickelte Han Tol in letzter Zeit ein neues Programm, „Una Suave Melodia" genannt, und spielte es überall in Europa.

Han Tol hat sich ausführlich mit der Forschung venezianischer Musik um 1500 beschäftigt und darüber mehrere Aufsätze veröffentlicht, unter anderem bei „Tibia" (BRD) und „The American Recorder Magazine". Weiterhin publizierte er Arrangements von alten Werken beim Heinrichshofen-Verlag und Tre Fontane. Eine Bearbeitung der ersten drei Cellosuiten von J. S. Bach für Blockflöte erschien in Korea, zusammen mit einer begleitenden CD-Einspielung.

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