Lucas Odahara

Unter der Annahme der Instabilität der sozialen und Arbeitsbedingungen und der ständigen Notwendigkeit, sie neu zu denken, wie können wir die eigene Praxis in einem Prozess des ständigen Werdens verstehen?

Interdisziplinäres Angebot

Kunst und Design
Aktuelle Kurse

  • Shape Shifting - when to move in disorientation
    Seminar
    Kurs Nr.: FK.D.IF
    Semester: SS 2021

    This weekly seminar is a new iteration of Shape Shifting - how to become phantasmic (participation in the last semester is not mandatory for enrolling in this one). In this practice-based course, we will look at ways of making within the space of disorientation. Assuming that the current social and work restrictions are part of a larger crisis, one that was already among us and has been taking on new forms: colonial violence, racial capitalism, environmental exploitation, global pandemic – if the crisis shape shifts into new forms, how can we understand one’s own practice in this process of constant becoming within it? Disoriented, where do we turn to and how do we move? The seminar will consist of readings and films to be discussed in our online meetings as a basis for the practical exercises. The main part of the course will happen in public space and different physical media, to be defined according to the current social conditions in place.  Based on the idea of shapeshifting, present in different people’s imaginaries across space and time, the seminar will culminate in the transformation of the participant’s existing works into ‘new bodies’. The focus being on making and devising active gestures on moving without direction. How to look at one’s practice and its potential in assuming new gestures under new conditions. *max. participants – 15

Vita

Lucas Odahara, geboren in São Paulo, ist bildender Künstler in Berlin.

In seiner Arbeit konzentriert er sich auf das persönliche Gedächtnis und die verkörperte Erfahrung, um den begrenzten Umfang dessen zu hinterfragen, was konventionell als historisches Wissen angesehen wird, oft aus einer Mestiço-Perspektive. Auf der Suche nach alternativen Erinnerungsprozessen greift er auf Material aus visuellen Archiven und unterschiedlichsten Textquellen zurück, auf Objekte, in denen der abstrakte "historische Diskurs" begründet ist. Normative Geschichtsauffassungen sind unter dem Vorwand der Vollständigkeit oder des Fortschritts nie neutral. Anstatt diese Objekte abzulehnen, möchte er sie jedoch einladen, in einen offeneren Raum einzutreten, in dem sie frei sind, verschiedene Arten von Geschichten zu erzählen. Dies ist ein Potenzial einer Mestiço-Perspektive – eine Position, die Vollständigkeit nicht als Ideal betrachtet, weil sie sie immer geleugnet hat und stattdessen anerkennt, dass Möglichkeiten in einer nie abgeschlossenen Gegenwart ständig in Bewegung sind und sich neu orientieren.

Seine Kurse finden in diesem gleichen Verhandlungsraum statt. Unter der Annahme der Instabilität der sozialen und Arbeitsbedingungen und der ständigen Notwendigkeit, sie neu zu denken, wie können wir die eigene Praxis in einem Prozess des ständigen Werdens verstehen? Die Kurse bestehen aus Lesungen und Screenings, die neben der eigenen Praxis als Methode zur Schaffung neuer Vokabulare des Machens diskutiert werden.

Mehr zu Lucas Odahara hier.

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