Nargess Khodabakhshi


Allgemeine Wissenschaften

Kunst und Design
Aktuelle Kurse

  • Praktiken und Theorien: Decolonising Perspectives by Mapping Design Histories
    Seminar
    Kurs Nr.: AWi
    Semester: SS 2021

    Mit Entstehung der postkolonialen Theorien in den 1980er bis 1990er Jahren, kamen theoretische Diskurse in Kultur- und Kunstwissenschaften, sowie in der Designforschung auf, welche eurozentrische Narrative der Kultur-, Kunst-, und Designgeschichte in Frage stellen. Dadurch entwickelten sich weltweit Debatten, institutionalisierte Forschungsprojekte und Publikationen die neue Perspektiven in Theorie und Terminologie der Designs aufzustellen versuchen. In Folge dieser Diskurse wird in den letzten 10 Jahren der Blick zurück und damit die rückblickend vorgenommene Konstruktion von Kunst- und Designgeschichte aufgrund von Einflüssen des Decolonising auf kulturelle Denkweisen und Narrative einem Paradigmenwechsel unterzogen. Es tritt verstärkt eine berechtigte, radikale Infragestellung eines linearen, westlich geprägten und in diesem Sinne oftmals zudem sexistischen und klassistischen Geschichtsbildes Kunst und Kultur betreffend auf. Dazu zählen Definitionen der Zugehörigkeit vor allem aber der Ausgrenzung von Akteuren, Prozessen, Erkenntnissen und Artefakten zu oder aus einer Welt des Design und der Mode. Während die Designtheorie an dieser Stelle kraftvoll voranschreitet und notwendige Grundlagen verortet, sind jedoch in der Designpraxis viele Fragen offen - Wer? Möchte? Wie? Was? Wo? Gestalten? Wo ansetzen, wo gedanklich anknüpfen, wenn alles in Frage gestellt scheint? Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung werden sowohl praktische als auch theoretische Fragestellungen zu Geschichte und Gestaltung untersucht. Zunächst tragen Studierende verschiedenster Felder des Designs zum kollaborativen Projekt “Mapping Design Histories” bei, welches multiperspektivische, fragmentarische Designgeschichten abseits kanonisierter westlich-elitärer Werte und Normen anstrebt. Durch das Recherchieren, Visualisieren und Diskutieren in diesem Projekt beteiligen sich die Studierende am Aufbau eines öffentlich zugänglichen digitalen Archivs als ein - im Anschluss zu debattierender Vorschlag - zu einem Prozess des Decolonising der Designforschung und Designpraxis. Des weiteren werden Theorien, Debatten und Methoden aus dem Feld der Modeforschung vorgestellt, welche die Studierenden transdisziplinär befähigen ihre theoretischen Annahmen zu evaluieren und Design als Aufforderung zu und Teil einer Debatte zu begreifen. Der kollaborativ gestalterische Ansatz des Mapping von Design Histories strebt an die Kritikfähigkeit des jeweiligen gestalterischen Standpunkts von Studierenden zu kultivieren und darüberhinaus auch in künftigen gestalterischen Auseinandersetzungen der Studierenden weiterentwickelbar zu machen. Dieser Kurs richtet sich auf Basis seines Quellenapparates an Studierende mit Interessenschwerpunkten in Industriedesign, Modedesign und Kommunikationsdesign, ist aber offen für Studierende aller Studienrichtungen, die einen Wissenstransfer offen und eigenständig in andere Disziplinen vornehmen möchten. Kollaborative Kursleitung: Mag.art. Nargess Khodabahkshi Dipl. Des. Bianca Koczan

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