Radek Krolczyk

Radek Krolczyk lebt als Autor und Galerist in Bremen
© Hannah Wolf

Professionalisierung

Kunst und Design
Aktuelle Kurse

  • Meisterschülerkolloquium - Professionalisierung und Kunstwissenschaft
    wechselnd
    Kurs Nr.: FK.D.IF
    Semester: SS 2021

    Das Meisterschülerkolloquoium soll dabei helfen, die Absolvent*innen auf die Zeit nach dem Studium vorzubereiten. Im Mittelpunkt wird dabei ihre eigene Position als Künstler*in im Kunstbetrieb stehen. Es werden dabei Fragen der Selbstpräsentation, des Marktes und des Ausstellungsbetriebs erörtert. Daneben werden wir zu den Onlinesitzungen Akteur*innen des Kunstbetriebs wie Galerist*innen, Kurator*innen und Sammler*innen einladen. Praktische Fragen rund um Themen wie Preisbildung und Rechnungsstellung werden ebenso behandelt wie verschiedene Formen von Stipendien und Residencies. Einzelgespräche sollen zudem die Möglichkeit geben, die individuelle Situation der Absolventinnen und Absolventen zu analysieren und Handlungsperspektiven zu entwickeln.
  • Das Werk und der Text
    künstl.- prakt. Unterricht
    Kurs Nr.: FK.D.IF
    Semester: SS 2021

    Das Seminar soll den Studierenden der freien Kunst einen Einblick in die professionelle Praxis sprachlicher und schriftliche Reflektion künstlerischer Arbeit geben. Kunst entzieht sich sowohl der völligen sprachlichen Fixierung als auch einer restlosen Deutung. Sie zeichnet sich durch Inkommensurabilität aus, niemals geht sie in einer Erklärung auf, immer bleibt ein unerklärbarer Rest der sich entzieht. Dennoch sind Sprache und Schrift die wohl präzisesten Mittel um Kunst zu erfassen, um sich mit ihr auseinanderzusetzen und sie zur Disposition zu stellen. Gleichzeitig dienen Sprache und Schrift der Vermittlung künstlerischer Werke über den direkten Kontakt zwischen Werk und Betrachter hinaus. Es muss möglich sein, jemandem die Vorstellung von einem Werk zu vermitteln, das nicht anwesend ist. Um ein Werk historisch zu sichern, es zu erforschen und ihm seinen Platz in der Kunstgeschichte zuzuweisen, braucht man notwendigerweise Sprache und Schrift. Praktisch gewinnt die Notwendigkeit der schriftlichen Vermittlung des eigenen Werkes für Künstlerinnen und Künstler, wenn es um die Professionalisierung der eigenen Arbeit geht. In einem Portfolio vermitteln sich Aufnahmen oder Skizzen von Werken selten von selbst, es bedarf oftmals erklärender oder beschreibender Texte. Bei Bewerbungen um Stipendien und Residencies aber auch im Gespräch mit Kuratoren, Galeristen oder Journalisten ist es von Vorteil, wenn man erklären kann, was man tut. Gleichzeitig schärft sich so auch der Blick auf das eigene Werk. Im Seminar sollen gemeinsam mit den Studierenden verschiedene Möglichkeiten der Beschreibung und Diskussion von Kunst besprochen werden. Dabei werden sowohl literarische Texte, als auch verschiedene kunstwissenschaftliche Formate besprochen.
  • Writing Photography
    Seminar
    Kurs Nr.: AWi
    Semester: SS 2021

    Fotografie ist ein künstlerisches Medium, dessen gesamte Entwicklung von theoretischen und politischen Diskursen begleitet wurde. Zentral in diesen Auseinandersetzungen war stets das Verhältnis zur Realität. Kann Fotografie ein authentisches Bild der äußeren Wirklichkeit produzieren oder produziert Fotografie diese äußere Wirklichkeit? Wie ist das Verhältnis von fotografischem Sichtbaramachen und Ordnen der Welt und ihrer fotografischen Konstruktion. Wie verhalten sich subjektiver Blick und objektiver Anspruch zueinander? Auffallend ist dabei, dass Fotograf*innen (ganz anders als in der Malerei oder der Bildhauerei) diese Diskurse oftmals selbst vorangetrieben haben. Künstler*innen und Theoretiker*innen waren und sind oft identisch. Entsprechend viele von Künstler*innen selbst verfasste Diskursschriften und Manifeste wurden publiziert, vom Futurismus und Surrealismus, über die Nachkriegsavantgarden der 60er und 70er Jahre wie Minimal Art oder Performance, bis zu heutigen Formen eines kritischen Dokumentarismus. In diesem Seminar werden wir uns mit zentralen Texten der Fototheorie, sowie künstlerischen Manifesten beschäftigen.
  • Die Sprache der Mode
    Seminar
    Kurs Nr.: AWi
    Semester: WS 2021/22

    Jede Ästhetische Disziplin hat ein eigenes Formvokabular, - mit Bedeutung versehene Zeichen. Das gilt selbstverständlich auch für die Mode, die so sehr in unsere alltägliche Praxis eingebunden ist, dass sie fälschlicherweise meist als rein geschmacksbedingt, ohne eigenen Inhalt, als vollkommen unpolitisch angesehen wird. Im Mittelpunkt des Seminars wird Roland Barthes Buch "Die Sprache der Mode" stehen, in dem der französische Kulturkritiker eine Systematik zur Einordnung und Bewertung der Mode entwirft. Daneben werden wir an ausgesuchten Beispielen aus der Geschichte der Modeschöpfung und der politischen und subversiven Verwendung von Mode, ihre inhaltlichen Implikationen diskutieren.
  • Meisterschülerkolloquium - Professionalisierung und Kunstwissenschaft
    wechselnd
    Kurs Nr.: FK.D.IF
    Semester: WS 2021/22

    Das Kolloquium soll dabei helfen, die Absolvent*innen auf die Zeit nach dem Studium vorzubereiten. Im Mittelpunkt wird dabei ihre eigene Position als Künstler*in im Kunstbetrieb stehen. Es werden dabei Fragen der Selbstpräsentation, des Marktes und des Ausstellungsbetriebs erörtert. Daneben werden wir zu den Onlinesitzungen Akteur*innen des Kunstbetriebs wie Galerist*innen, Kurator*innen und Sammler*innen einladen. Praktische Fragen rund um Themen wie Preisbildung und Rechnungsstellung werden ebenso behandelt wie verschiedene Formen von Stipendien und Residencies. Einzelgespräche sollen zudem die Möglichkeit geben, die individuelle Situation der Absolventinnen und Absolventen zu analysieren und Handlungsperspektiven zu entwickeln.
  • Kunst und Manifest
    künstl.- prakt. Unterricht
    Kurs Nr.: FK.D.IF
    Semester: WS 2021/22

    Manifeste sind eine besondere Formen von sprachlicher Vermittlung eines künstlerischen Programms. Seit den Bewegungen der klassischen Moderne bis in die Gegenwart sind sie von ihrer Form her, Gestaltung und Sprache, selbst Teil der Kunst. Zugleich werden in ihnen meist Kunst und Politik vermittelt. Der Duktus eines Manifests ist meist radikal, apodiktisch, programmatisch - von DaDa, über Surrealismus, Situationismus bis hin zu Punk und Pussy Riot. Im Seminar wollen wir uns mit diesen sprachlichen Selbstzeugnissen beschäftigen. Dabei soll es sowohl um historische, als auch aktuelle Positionen gehen. Die Texte werden in direktem Zusammenhang mit dem künstlerischen Werk der Verfasser*innen der Manifeste diskutiert werden. Das Manifest soll hier beispielhaft stehen für eine Form der sprachlichen Vermittlung des eigenen künstlerischen Werks.
  • Meisterschülerkolloquium - Professionalisierung und Kunstwissenschaft
    wechselnd
    Kurs Nr.: FK.D.IF
    Semester: SS 2022

    Das Kolloquium soll dabei helfen, die Absolvent*innen auf die Zeit nach dem Studium vorzubereiten. Im Mittelpunkt wird dabei ihre eigene Position als Künstler*in im Kunstbetrieb stehen. Es werden dabei Fragen der Selbstpräsentation, des Marktes und des Ausstellungsbetriebs erörtert. Daneben werden wir zu den Onlinesitzungen Akteur*innen des Kunstbetriebs wie Galerist*innen, Kurator*innen und Sammler*innen einladen. Praktische Fragen rund um Themen wie Preisbildung und Rechnungsstellung werden ebenso behandelt wie verschiedene Formen von Stipendien und Residencies. Einzelgespräche sollen zudem die Möglichkeit geben, die individuelle Situation der Absolventinnen und Absolventen zu analysieren und Handlungsperspektiven zu entwickeln.
  • Kunst und Manifest
    künstl.- prakt. Unterricht
    Kurs Nr.: FK.D.IF
    Semester: SS 2022

    Manifeste sind eine besondere Formen von sprachlicher Vermittlung eines künstlerischen Programms. Seit den Bewegungen der klassischen Moderne bis in die Gegenwart sind sie von ihrer Form her, Gestaltung und Sprache, selbst Teil der Kunst. Zugleich werden in ihnen meist Kunst und Politik vermittelt. Der Duktus eines Manifests ist meist radikal, apodiktisch, programmatisch - von DaDa, über Surrealismus, Situationismus bis hin zu Punk und Pussy Riot. Im Seminar wollen wir uns mit diesen sprachlichen Selbstzeugnissen beschäftigen. Dabei soll es sowohl um historische, als auch aktuelle Positionen gehen. Die Texte werden in direktem Zusammenhang mit dem künstlerischen Werk der Verfasser*innen der Manifeste diskutiert werden. Das Manifest soll hier beispielhaft stehen für eine Form der sprachlichen Vermittlung des eigenen künstlerischen Werks.
  • The Meaning of Style
    Seminar
    Kurs Nr.: ID.BA.T2.22
    Semester: SS 2022

    Ästhetik hat zwar stets eine inhaltliche Ebene, - wie aber kann man sie entschlüsseln, einordnen oder bewerten? Einen Vorschlag hat der Kulturtheoretiker Dick Hebdige (*1951) in seinem Buch The Meaning of Style (1971) in Bezug auf Punk-Kultur gemacht. Die Wirkung von Punk ist umfassend: Punk ist Alltagsverständnis, Jugendkultur, Musikrichtung und schließlich auch Kunstsegment. Punk bezieht sich notwendigerweise auf Elemente einer etablierten Kultur, ordnet sie neu und schafft dadurch neue Bedeutungsebenen. Es entstehen neue Produktionsökonomien, aber auch Identitäten - beispielsweise geschlechtliche Identitäten. Seit den späten 70er Jahren entstehen in einem Raum zwischen Punk und Kunst neue geschlechtliche Identitäten, - Künstlerinnen wie Linder Sterling, Martha Rosler oder Cindy Sherman filmten selbst und machten die weiblichen Rollenbilder und -zwänge zum Thema. Das Umfeld von Punk war für diese Entwicklung brauchbar, da hier Künstlichkeit, und eine starke Selbstbehauptung bis hin zu Aggressivität von Bedeutung war. Die Westberliner Punkgruppe Die Tödliche Doris wäre mit ihrem kollektiven und Geschlechterrollen überschreitenden Konzept von Identität hier exemplarisch zu nennen. Zentral war für dieserlei Ermächtigungsstrategien auch die plötzliche Verfügbarkeit der technischen Mittel. Der einfluß der hier entwickelten Ästhetik lässt sich über die 90er Jahre und die Jahrhundertwende hinaus in den (Musik)Videos von Pipilotti Rist oder Björk, aber auch bei aktuellen Künstlerinnen wie der Burschenschaft Hysteria, Sophia Süßmilch oder Signed Pierce beobachten. Im Seminar werden Texte zur Produktion subversiver Ästhetik besprochen und exemplarisch einige wichtige Positionen feministischer Videokunst vorgestellt, die aus dem Punk kommen.

Vita

Radek Krolczyk (*1978, Pyskowice, PL) lebt als Autor und Galerist in Bremen. Er arbeitet zu politischen Implikationen von Ästhetik. Seit 2014 unterrichtet er als Lehrbeauftragter an der HfK, seit 2019 in Kunstwissenschaft an der Universität Bremen. 2018 wurde er als Autor mit dem Preis für Kunstkritik der „Art Cologne" und der „Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine" (ADKV) ausgezeichnet. Er ist Inhaber der Galerie K' in Bremen.

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