Fachbereich
Kunst und Design

Integriertes Design

Als eine der ersten Hochschulen hat die HfK Bremen zum Wintersemester 2000 das Studienmodell „Integriertes Design" eingeführt und seitdem erfolgreich entwickelt. Das Studium ist in seiner Breite in Deutschland nach wie vor einzigartig. Das Studienangebot stellt kreatives und interdisziplinäres Arbeiten in den Vordergrund und trennt nicht mehr nach den herkömmlichen Disziplinen der Gestaltung. Damit antwortet der Studiengang auf die heutigen Herausforderungen des Designberufs, der sich stark gewandelt hat und so viele Aufgabenfelder und Profile kennt wie nie zuvor.

  • Mehr

    Das Integrierte Design verfolgt methodisch eine bewusste Öffnung, die verschiedenste Denk- und Handlungsweisen des Designs zu verbinden sucht. Denn der heutige Designbegriff erfordert nicht nur ein Denken nach fachlichen oder technologischen Kompetenzen, sondern auch nach übergreifenden Fragestellungen und gesellschaftlicher Verantwortung. Das Designstudium an der Hochschule für Künste qualifiziert hierfür, indem es einerseits breit angelegte Grundlagenkompetenzen vermittelt und andererseits zu individueller Schwerpunktbildung und Handlungsfähigkeit in späterer beruflicher Praxis – sei es in Führungspositionen in Unternehmen oder Agenturen oder selbstständig – beiträgt. Das Studium ist in aufeinander aufbauende Module gegliedert, die systematisch die zentralen Aspekte des Designs ansprechen. Über diese vorgegebenen Bausteine lernen die Studierenden alle relevanten Fragestellungen des Designprozesses zu bearbeiten. Sie erhalten zunächst gemeinsame Einführungen in die Werkstätten und ihre Materialien bzw. Technologien. Anschließend kann innerhalb eines abgestimmten Angebots zwischen Lehrgebieten frei kombiniert werden.

     

    Lehrgebiete:

    • Grundlagen der Gestaltung
    • Kommunikationsgestaltung/Corporate Design
    • Interaction Design
    • Typografie
    • Illustration
    • Zeichnen
    • Stilles Bild - analog und digital
    • Bewegtes Bild
    • Interface Design
    • Produktdesign/CAD
    • 3-D-Design/Produkte und Systeme
    • Konstruktive Geometrie
    • Temporäre Architektur
    • Modedarstellung
    • Modedesign/Experimenteller Entwurf
    • Modellentwurf, Schnittkonstruktion, CAD
    • Modedesign/Unikate und Programme

    Begleitend zu diesen anwendungsbezogenen Bereichen studieren alle Design-Studentinnen und -Studenten gemeinsam in wissenschaftlichen Seminaren zur Theorie und Geschichte des Designs sowie im Lehrangebot zur beruflichen Professionalisierung.

    Das Studium umfasst verschiedenste Lehr- und Präsentationsformen (Entwurfs-Projekte in- und außerhalb der Hochschule, kreative Übungen und Workshops, wissenschaftliche Seminare und Vorlesungen, Ausstellungen bzw. Veranstaltungen für die breite Öffentlichkeit, freie Arbeiten, Auftragssituationen, Exkursionen u. a.), dabei finden künstlerisch-intuitive Methoden und Vorgehensweisen ebenso Anwendung wie planerische, methodische und systematische.

    Eine weitere Besonderheit des Designstudiums an der Hochschule für Künste liegt in der Mitgestaltung der Lehre durch die Studierenden: Sie engagieren sich im Rahmen des Curriculums in Arbeitsgemeinschaften, um Projekte zu organisieren, sie initiieren eigene Veranstaltungen und laden zu Vortragsreihen mit international renommierten Gästen ein. Für mögliche Auslandsaufenthalte und Praktika im In- und Ausland verfügt die Hochschule für Künste über bewährte Kontakte zu internationalen Partnerhochschulen und Designern.

Bachelor Integriertes Design
Studiendauer: 6 Semester, Abschluss: Bachelor of Arts

Das Studium beginnt mit den Design-Grundlagen des Wahrnehmens, Vorstellens und Darstellens, die in verschiedenen Kurzzeit-Workshops im ersten Studiensemester vermittelt werden. Alle Lehrgebiete stellen sich vor und bieten in den Werkstätten technische Einweisungen an.

Master Integriertes Design
Studiendauer: 4 Semester, Abschluss: Master of Arts

Der stete Wandel in den gesellschaftlichen, kulturellen, sozialen, technologischen und ästhetischen Kontexten wirkt sich mehr denn je auf das Design aus; die Grenzen der traditionellen Fachdisziplinen werden zunehmend überwunden. Das Masterstudium Integriertes Design begreift die gestalterische Forschung und Praxis als integriertes Denken und Handeln in fachübergreifenden Zusammenhängen. Das Master-Programm zielt auf ein kreatives und interdisziplinäres Arbeiten, das sich methodisch offen in allen Medien der Gestaltung ausdrücken kann.

  • Mehr

    Lehrprogramm

    Als konsekutive Weiterführung des BA-Studiums bietet der Master-Studiengang Integriertes Design an der HfK bei verbindlichem Studienverlauf differenzierte Schwerpunktprogramme für die persönliche Entwicklung von Spitzenkompetenzen. Bereits erworbene Kenntnisse werden entsprechend den individuellen Interessen des Studierenden durch Erforschung, Hinterfragung und Realisierung konzeptioneller, experimenteller, erfinderischer oder gestalterischer Prozesse vertieft. Die Arbeit im Team und in Einzelprojekten befähigt die Absolventinnen und Absolventen, ihre Kompetenzen in professionellen Zusammenhängen umzusetzen und eine führende Rolle in Innovations- und Gestaltungsprozessen einzunehmen.

    Die besondere Arbeitsform des Masterstudiums in so genannten Studios erzeugt eine enge Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Professoren. Die Studios bilden thematisch fokussierte, fachlich jedoch interdisziplinäre Teams zur ergebnis- und medienoffenen Bearbeitung von kreativen Projekten.

    Geleitet von zwei oder mehreren Professorinnen und Professoren formuliert jedes Studio einen inhaltlichen Rahmen zu aktuellen Problemstellungen, auf das sich die Studierenden mit eigenen Fragestellungen bewerben können. Über die sehr persönliche Begleitung und Betreuung innerhalb des Master-Studios stehen den Studierenden alle weiteren Lehrgebiete aus Theorie und Praxis sowie die spezialisierten Werkstätten der HfK offen. Die Lehrangebote zu Theorie und Geschichte, Technologien und Medien sowie zur Professionalisierung finden sowohl übergreifend für alle als auch im spezifischen Bezug zu den Studios statt. Das zweijährige Studienprogramm schließt mit dem Titel Master of Arts ab.

    Modulstruktur Master Integriertes Design

    auslaufende Modulstruktur Master Integriertes Design

Master-Studios

  • Mehr

    Der Dialog von Bild und Text bildet in diesem Studio die Grundlage zur kritischen Untersuchung und Entwicklung ästhetischer Strategien der Fotografie und visuellen Kommunikation. Die experimentelle und forschende Grundhaltung des Studios diskutiert und erarbeitet künstlerische Strategien, ästhetische Qualitäten und visuelle Konzepte, die sich mit Formen der Narration, der Verständigung und des Publizierens beschäftigen – z. B. vom Künstlerbuch bis zur Unternehmenskommunikation.

    Durch übergreifende, auch interkulturelle Problemstellungen, erfahren sich die Studierenden in Einzel- wie Teamarbeit als selbst- bestimmte Gestalter und Fotografen, die ihre Fähigkeiten und Haltungen in sozialen, politischen und ökonomischen Kontexten reflektieren und sich einzubringen wissen. Im Wechselspiel zwischen ideeller, konzeptueller und praktischer Arbeit sollen eigenständige Forschungsprojekte/Case Studies entstehen.

  • Mehr

    Die heutige Mode verbindet gesellschaftliche Funktion mit narrativer Fiktion, sie lotet die Identitäten der Geschlechter und Generationen aus und weiß diese immer wieder neu zu interpretieren. An den Schnittstellen von Kunst, Design und Alltag versteht sich das Master-Studio als Trendlabor zwischen den Disziplinen, als Plattform zwischen den Märkten, Medien und Diskursen der Mode: Wir erarbeiten Strategien für den menschlichen Körper und seine Wirkungskontexte – und zielen auf ein unabhängiges, experimentelles Modeverständnis von der Bekleidung bis zum Accessoire. Das Studienprogramm reicht vom experimentellen Entwurf über Schnittgestaltung zur Kollektionsentwicklung, von Spezialisierungsmöglichkeiten in der Männermode zu interdisziplinären Präsentations- und Inszenierungsformen. Die individuelle Profilbildung – vom künstlerischen Experiment zur eigenen Geschäftsidee – wird gezielt gefördert und begleitet.

    Weitere Information zu den Studiengang

  • Mehr

    Das Masterstudio System+Interaktion im Studiengang Integriertes Design widmet sich gestalterischen Fragestellungen komplexer analoger und digitaler Systeme sowie der Interaktion und zwischen Menschen und Systemen.

    Die Welt wird zunehmend vernetzter und komplexer. Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Prozesse zur Gestaltung, Entwicklung und Nutzung von Produkten und Systemen. Die Gestaltung von Prozessen, Strukturen und Interaktionen ist entscheidend für die Anwendbarkeit und Zufriedenheit der Nutzer und Anwender, der Rezipienten und Akteure. Ziel der Auseinandersetzung und Kreation von Systemen und deren Strukturen sowie dazugehörigen Interaktionsvorgängen sind nicht Produkte oder Systeme an sich, sondern deren Gestaltung und Wirkung auf den Menschen sowie Teilhabe an und die souveräne Nutzbarmachung von Systemen.

    Das Masterstudio System+Interaktion befasst sich mit der Erforschung, Analyse, Konzeption und Gestaltung von Interaktionsprozessen und Medien in komplexen Strukturen und Prozessen. Dabei sind räumliche, architektonische, technische und digitale Systeme ebenso Inhalt wie soziale, prozessuale und programmatische Strukturen. Im Studio werden anhand von Projekten die kritische Reflexion, faktenbasierte Analyse und Recherche, kreative Entwurfs- und Gestaltungsstrategien, Darstellungs-, Dokumentations- und Simulationsfertigkeiten ebenso trainiert und entwickelt wie die Präsentation und Moderation komplexer Projekte.

    Bei den Projekten wechseln sich im 4-semestrigen Masterprogramm wirklichkeitsnahe und praxisrelevante Projekte (oft in Zusammenwirken mit Kooperationspartnern und Projektgebern) mit visionären und freien Vorhaben ab, um das Zusammenwirken von individuellen Interessen und gemeinwohlorientierter Zukunftsgestaltung unter Bezugnahme auf reale gesellschaftliche, technologische, soziale oder ökologische Rahmenbedingungen zu erproben. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Human Factors und User Experience gesetzt. Interaktion, Kognition, Ergonomie, Nutzerverhalten und Identität bilden ebenso wie soziale, kommunikative und ethische Aspekte die Grundlagen einer am Menschen orientierten Gestaltung.

    Im Studio werden digitale und analoge Produkte und Produkt-Systeme unter besonderer Berücksichtigung der Interaktion entwickelt. Nicht die Produkte oder Objekte an sich sind Fokus der Gestaltung, sondern die Qualität der sich etablierenden Beziehungen, die Gebrauchsqualität und der Gebrauchsnutzen. Experimentelle Exploration neuester Technologien ist dabei ebenso vorgesehen wie planerisch-systematische Entwicklungsvorhaben.

    Bewerber für das Studio sollten ein ausgeprägtes Interesse an und Erfahrungen mit komplexen Produkten oder Systemen mitbringen, als Gestalter oder kreative Problemlöser über ein hohes Maß an soziokulturellem Bewusstsein und ästhetischem Gespür verfügen sowie eine eigenständige kritische Gestaltungshaltung einbringen. Die Absolventen sollen befähigt werden, selbstständig oder angestellt in anspruchsvollen und komplexen Projekten und Vorhaben zu bestehen. Sie sollen die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Teamwork, zur Führung und Organisation von Arbeitsgruppen in Wissenschaft oder Praxis und zur Lösung anspruchsvoller gestalterischer Themen und Fragestellungen entfalten.

    Weitere Informationen zum Masterstudio

  • Mehr

    Visit us on Instagram

    The School of Visual Combinations experimentie Mitteln der uns heute zur Verfügung stehenden Kommunikationsmedien, um sinnvolle inhaltliche Verbindungen visueller Gestaltungsmöglichkeiten zu testen und entstehen zu lassen.

    Im Zuge der technologischen Entwicklung und der allgemeinen Verfügbarkeit unserer Kommunikationsmittel entstehen neuartige Sprach- und Bildsysteme, die auf die weltweite Vernetzung und Vielsprachigkeit reagieren. Text und Bild werden dadurch in neuartige Beziehungen zueinander treten: Anstelle einer Verschriftlichung der Kommunikation, wird sich eine vorwiegend ikonische Verständigung herausbilden. Um neuartige Systeme mit jenen, die bereits existieren, in Einklang zu bringen, bedarf es eines Verständnisses davon, wie die erhöhte technologische Komplexität das Abstraktionsvermögen unserer Wahrnehmung bestimmt.

    Im Umgang mit dem Internet und den Sozialen Medien sind wir mit generativen Prozessen von Sprachsystemen und der Erzeugung von Bildinhalten konfrontiert. Dieser Umstand beeinflusst auch unser eigenes intuitives Verständnis bildhafter Darstellungen. Wir sind gefordert, neuartige Systeme zu verstehen, beispielsweise in Bezug auf die Absichten, die sich hinter Kommunikationsmedien verbergen, die durch Algorithmen erzeugt werden.

    Das Masterstudio School of Visual Combinations ist ein interdisziplinäres Forschungs- und Entwicklungsatelier, das die Bereiche Bewegtes Bild, Typografie und Zeichnen, die wir als Schwerpunkte an der HfK unterrichten, öffnet, um neue Sprachen sowohl in digitalen wie in analogen Bereichen auszuprobieren und experimentell an diese Sprachlichkeit heranzuführen. Das Masterstudium bietet die Zusammenarbeit mit allen Angeboten im Bereich des Integrierten Designs, der Freien Kunst und der digitalen Medien an der HFK Bremen.

Suchen in der bisherigen HfK Webseite (nicht im HfK2020 Lab!)